Südafrikanische Haxe auf Cape Cod

Wir hatten heute keine Lust, große Strecken zu fahren, also beschlossen wir, uns noch einen schönen Tag auf Cape Cod zu gönnen. Wir umrandeten zuerst noch einmal Procincetown, das zur Atlantik-Seite hin wunderschöne Strände, Dünen und Kiefernwälder zu bieten hat. Wie an der Nordseeküste in St. Peter-Ording öder Sylt. Diesen Bereich kann man auf gepflegten Fahrradwegen erkunden. Und ganz Verwegene können sich eine Erlaubnis holen, um manche Sandstrände „offroad“ zu erkunden. Alle Leser, die mal Sylt in groß und ebenso teuer erleben möchten: Cape Cod, respektive Provincetown.

Da man ja von Meer nie genug haben kann, steuerten wir als nächstes die Cape Cod National Seashore an, eine 40 km lange Sanddünen und Strandlandschaft, die noch von Kennedy 1961 dem National Park Service unterstellt wurde und dem Atlantik zugewandt ist. Wir waren in Marconi Beach. Eine Treppe führt vom Steilhang runter zum Meer und heute am 1. November war um 12.30 Uhr niemand (!) am Strand. Links und rechts konnte man kilometerlang am Wassersaum entlanglaufen, neugierig beäugt von Seehunden.

Etwa eine Stunde später tauchte eine Gruppe von Stehpaddlern (SUP) auf, die in der Brandung einer Mischung aus Stehpaddeln und Wellenreiten nachgingen. Mit dem gemütlichen Paddeln auf dem Osterbekkanal in Hamburg hatte das wenig zu tun. Bei 13 Grad Celsius Außentemperatur, aber Sonnenschein eine reife Leistung.

Wir stehen heute in Eastham und der Campground hat eigentlich schon geschlossen. Nur noch ein zweiter Camper steht neben uns und das war für uns heute die schönste Überraschung. Craig und Tresa aus Boston waren überaus nette und interessante Gesprächspartner. Und so freuten wir uns sehr, mit Ihnen gemeinsam zum Essen zu gehen. Wir entschieden uns für ein südafrikanisches Restaurant namens Karoo. Sehr lecker, ich hatte eine Schweinshaxe mit Soße und Maisbrei. Dazu einen südafrikanischen Rotwein. War überzeugend. Überzeugend war auch die Bedienung, eine junge Frau, die mit Verve die Speisekarte vortrug. Es würde uns nicht wundern, sie eines Tages im Kino bewundern zu können. Mit Craig und Tresa hatten wir eine kurzweilige Unterhaltung über Kinder, Enkelkinder, Namen, Rente, Trump und seine Wähler, Beruf, Hausbau – die Themen gingen uns nicht aus. Danke für den netten Abend.

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