Obwohl es tagsüber so über 20 Grad Celsius hatte, sind die Nächte doch ganz schön kalt und heute morgen hatten wir sogar leichten Bodenfrost. Wir sind ja im Augenblick im Jonathan Dickinson State Park. Das Gelände ist sehr groß und umfasst einen großen öffentlichen Bereich am Fluss, wo man angelnd und Boot fahren kann. Außerdem gibt es zwei Campgrounds, einige Cabins (Ferienhütten), einen großen Bereich für Mountainbiker, einen Aussichtsturm und jede Menge Sumpf und Trockenbereiche, die überwuchert sind von Kiefern und Palmettos. Allein von unserem Campground zum Fluss sind es fast 8 km. Haben wir heute morgen per Auto in Augenschein genommen und uns dann doch entschlossen, das nahegelegenen West Palm Beach zu besuchen.
Getrennt vom Intercoastal Waterway liegt auf der Meer zugewandten Seite Palm Beach, das Mekka richtig wohlhabender Menschen. Aber schon West Palm Beach hat uns gut gefallen. In der Marina schaukeln auf den Wellen lauter nette Yachten. Es gibt einen großen Bereich an der Wasserlinie mit Restaurants und Cafés. Wir haben uns heute für das „Pistache“ entschieden, ein sehr französisches Restaurant (pistachewpb.com). Wer für den Silvesterabend noch einen Platz zum Essen sucht, kann man empfehlen. Danach sind wir zu den Anne Norton Scupture Gardens. Was wir über den Zaun gesehen haben, sah sehr viel versprechend aus. Leider haben sie nur von Mittwoch bis Sonntag geöffnet. Und heute ist Dienstag. Schade. Die Gegend, in der sich die Sculpture Gardens befinden heißt El Cid und besteht aus lauter sehr hübschen, nicht protzigen Einfamilienhäusern. So gab es doch noch etwas zu sehen.
Wir sind zurück zum Statepark gefahren, haben noch ein paar Reiseberichte hochgeladen, uns mit der Rangerin über Schlangen unterhalten und auf unserem Platz noch mit einem Paar aus Deutschland, das für 5 Monate unterwegs ist. Sie sind der Meinung, dass sie unabhängig von der politischen Führung hier netten und hilfsbereiten Menschen begegnet sind, und dass das ihre Reise auf alle Fälle unvergesslich gemacht hat. Und Reisende, die in New York in der Bronx auf der Straße am Bordstein geparkt und dort übernachtet haben, können das beurteilen.
Bei unserem Besuch des Kennedy Space Centers am Montag hatten wir uns darüber unterhalten, dass die vorgestellten Missionen alle schon ein paar Tage alt sind und es für die amerikanische Politik doch gut wäre, ein alle Amerikaner begeisterndes Zukunftsthema wie Raumfahrt auf den Weg zu bringen. Und dann lesen wir heute von der Ankündigung des amerikanischen Präsidenten, mal wieder auf den Mond fliegen zu wollen. War er am Sonntag auch im Kennedy Space Center und hat uns zugehört?