LA: Hüte und Getty

Mit Blick auf den Pazifik zu frühstücken hat schon etwas. Martin hat heute morgen ein Auto gemietet und dann ging es los nach Venice. Dort wollten wir zu Nick Fouquet, einen weiteren Hutmacher, nach O`Farrell und Gladys Tamez. In einem hübschen Laden beriet uns Lotus, eine nette und lebhafte junge Frau, die sich bestens darauf verstand, die Vorzüge dieser wunderschönen Hüte hervorzuheben. Der kleine Laden war in warmen und angenehmen Farben eingerichtet, sodass die mit verschiedensten Hutbändern und Applikationen individualisierten Hüte bestens zur Geltung kamen. Man hätte alle kaufen können. Das Markenzeichen von Nick Fouquet Hüten ist übrigens ein Streichholz, das in jedem Hutband steckt.
Mit bester Laune und einem schönen Strohhut für Martin sind wir dann weitergezogen, um in Venice Beach etwas zu essen. Und was ist für Kalifornier wichtig? Richtig. Fitness und Gesundheit. Nach Yogastudio war uns heute nicht, also musste etwas Gesundes auf den Tisch. Neben Kale (Grünkohl) steht inzwischen Brussel Sprouts (Rosenkohl) auf jeder Speisekarte. Ich habe mich für einen Rosenkohlsalat erwärmen können. Die blanchierten Rosenkohlblätter waren gemischt mit Cranberries, Parmesan und gerösteten Mandeln. Angemischt mit einer Senf-Vinaigrette und dann lagen noch zwei hauchdünne Scheibchen Manchego und zwei ebenfalls hauchdünne, geröstete Scheibchen Brot am Rand. War lecker und auf alle Fälle gesund. Und kostete 15 Dollar. Musste also gesund sein.

Von Venice ging es über den Santa Monica Boulevard weiter in die Santa Monica Mountains zum Getty Center. Auf diesem Weg ist uns aufgefallen, dass sich Los Angeles erneuert hat. Als wir im Oktober 2014 hier waren, fanden wir große Teile von Venice etwas angeschmuddelt. Das ändert sich gerade und spätestens wenn man vom mondänen Santa Monica Boulevard in die Santa Monica Mountains fährt, bekommt man an wunderschönen Villen und Häusern und gepflegten Gärten vorbei. Schick. Und dann fährt man beim Getty Center in die Tiefgarage. Kostet ab 15 Uhr 10 Dollar und das ist dann gleichzeitig der Eintritt. Man fährt von dem Parkplatz aus mit einer privaten Straßenbahn den Berg hinauf zum Getty Center, das hoch über L.A. thront. Der Blick über Los Angeles ist wunderbar. Inmitten wirklich beeindruckender Gartenanlagen (von Robert Irvin) stehen einzelne Gebäudeteile und Pavillons, die mit Treppen, Gängen und Balkonen verbunden sind. Immer wieder gibt es neue und überraschende Sichtachsen. Für die Architektur steht Richard Meier. Das ganze Ensemble ist hell gehalten, teils mit Natursteinen verkleidet, teils hell verputzt. Schon der äußere Eindruck vermittelt, dass man mit Geld viele schöne Dinge machen kann. Die Getty Stiftung ist eine der reichsten Stiftungen der Welt und allein für den Ankauf der Kunstwerke werden jedes Jahr 200 Millionen Dollar ausgegeben. Nur 3 Prozent der Dinge, die der Getty Stiftung gehören, können ausgestellt werden. Daher gibt es wechselnde Ausstellungen. Wir haben uns eine Fotoausstellung angeschaut, die sich der Fotografie Argentiniens widmete. Daher stammen auch die Fotos über die Gauchos, die uns gut gefielen. Das Ghetty Center wurde 1997 fertig gestellt.

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