Heute stand der zweite Tag in Cabo San Lucas auf dem Programm. Um 10.00 Uhr wurden wir mit einem Kleinbus abgeholt und zum Hafen gefahren. Eine Fahrt mit einem Glasbodenboot war geplant. Wir bestiegen eine Art Fischerboot für 15 Leute. In der Mitte waren zwei Guckkästen eingebaut, deren Böden verglast waren, um Fische im glasklaren Wasser zu betrachten. Der Bootsführer brachte uns bei leicht kabbelligem Wasser wie gestern wieder an die Felsen, die die Cortez-See vom Pazifik trennt.
Erster Programmpunkt: Jeder bekam ein wenig Toastbrot, um damit ein paar Fische anzulocken. Das gelang spielend und auch ein paar bunte Fische zeigten sich unter dem Glasboden. Aber in einer Gemeinschaft von Tieren spricht sich immer schnell herum, wenn es etwas zu fressen gibt und so dauerte es nicht lange, dass sich auch Möwen auf die Brotstückchen stürzten. Dann ging es weiter an den Felsen entlang und wir kamen am Strand der Liebenden vorbei. An diesem Strand, der auf die Cortez-See hinaus geht, kann man sich ausladen lassen, um dort zu schwimmen, oder aber man kann bequem durch die Felsen auf den gegenüberliegenden Strand der Geschiedenen laufen, der auf den Pazifik hinaus zeigt. Hier sollte man auf keinen Fall ins Wasser gehen, denn es gibt gefährliche Strömungen und einen ziemlichen Wellengang. Wir verzichteten auf den kleinen Landgang und fuhren weiter zu einem Punkt, an dem man durch die Felsen vom Boot aus von der Cortez-See auf den Pazifik sehen kann. Ein wenig weiter lümmeln ein paar übel riechende Seelöwen auf einem Felsen und machen ganz schön Krach. Man ist übrigens an all diesen Spots nicht allein. Immer drängeln sich mehrere Boote, um die geschilderten Attraktionen für die jeweiligen Gäste erfahrbar zu machen. Und dann sind inmitten dieses Verkehrs noch ein paar Schiffe mit Tauchern unterwegs, die an den Felsen das Meer von unten erkunden. Unser Bootsführer fuhr nun in den Pazifik und hier schaukelte das Boot schon ziemlich heftig. Man hat einen schönen Blick auf den Strand der Geschiedenen, ein paar dort liegende Hotels und auf ein paar im Hang gebaute Villen, die bestimmt einen großartigen Blick auf das offene Meer haben.
Zurück ging es wieder am Strand von Cabo San Lucas entlang. Wir bewunderten die vielen Hotels am Strand. Einige sind ganz hübsch als Residenzen mit Hotelbetrieb. Am Strand selbst gibt es viele Strandrestaurants, von denen einige solch Lustbarkeiten anbieten, dass man Tequilla „satt“ eingeflößt bekommt. Außerdem haben wir jede Menge Vermieter von Jetskis und Anbieter von Parasailing hinter einem Boot gesehen. Unser Guide war sehr stolz auf seine Stadt und gab uns noch eine kleine Führung durch die Marina von Cabo San Lucas. Und in der Tat, neben einigen Ausflugsbotten und Schiffen für das Hochseeangeln lag auch die ein oder andere ansehnliche Jacht im Hafen. Überhaupt ist der Hafen nett innerhalb der Stadt angelegt und erinnert durch die umgebenden Häuser und Restaurants ein bisschen an Marbella.
Wir hatten nun noch Gelegenheit, Cabo San Lucas selbst zu erkunden. Es gibt unendlich viele Bars und Restaurants und überall wird man angesprochen, ob man nicht essen, etwas kaufen oder aber eine Bootstour machen möchte. Ein einfaches „No Gracias“ aber reicht und man wird nicht weiter verfolgt. Aber irgendeine Sache, die man wirklich hätte haben wollen, haben wir nicht gefunden.
Also ging es zurück zur Playa Las Viudas. Ein echter Geheimtipp. Ein kleiner öffentlicher Strand, schön gelegen zwischen Felsen, neu angelegt mit Außenduschen und Holzstegen durch den Sand. Sauber und gepflegt. Die Brandung war heute nicht schlecht und es war ein wenig mühsam, wieder aus dem Wasser zu kommen, da es schnell sehr tief wird und an der Brechungskante die Unterströmung ganz schöne Kräfte entwickelt. Aber dafür schwimmt man mit Pelikanen, wo geht das schon?
Und dann verlässt uns heute Anton, einer der zwei Guides. Wir wünschen ihm gute Heimreise und es waren tolle zwei Wochen mit Dir. Danke dafür.