Ein kleiner Nachtrag noch zu gestern. Als wir gegen 17.30 Uhr zu unserem abendlichen Meeting zusammensaßen, tat es plötzlich eine Schlag, gefolgt von zwei merkwürdigen Geräuschen und wir konnten gerade noch zusehen, wie von der Straße, die oberhalb des Campgrounds lag, sich ein roter PKW den Abhang hinunter überschlug und auf dem Dach liegenblieb.
Sofort rannten einige unserer Mitreisenden und ein paar Leute vom Campground zu der Unfallstelle, riefen die Ambulanz und sahen zu, dass sie bei dem Unfallopfer blieben. Die Polizei, der Rettungswagen und die Feuerwehr waren innerhalb von 10 Minuten zur Stelle, was wirklich eine Leistung ist, da der Campground noch vor dem Dorf Mulegé lag. Das Unfallopfer, eine Frau, wurde in das nächstgelegene Krankenhaus gebracht und wir wünschen ihr gute Genesung. Innerhalb einer Stunde war der Spuk vorbei, der Abschleppdienst hatte das Unfallauto abgeholt und nichts mehr deutete auf diesen Schreck hin. Für uns aber war es Warnung, am nächsten Tag umso vorsichtiger zu fahren, denn aufgrund fehlender Bankette, schmaler Straßen und entgegenkommender LKW´s kann man hier auf der Baja ganz schnell von der Straße abkommen.
Unser Ziel heute war Guerrero Negro, kurz vor der Grenze zwischen Baja California Sur und Baja California. In Santa Rosalia haben wir noch kurz beim Supermarkt Ley eingekauft, bevor es weiter durch den von Vulkanen geprägten Teil der Baja California Sur ging. Dabei kommt man auch ein wenig durch die Berge, von denen man einen wunderbaren Blick über die kakteenbestandene Ebene hat. Leider gibt es hier an der Straße keine Spots, an denen man halten kann. Somit kommt eigentlich nur der Beifahrer in den Genuss dieser schönen Aussicht.
San Ignacio, die Palmenoase, die wir schon auf unserem Hinweg besucht haben, ließen wir dieses Mal links liegen. Nach einem kleinen Imbiss am Wegesrand, mit Blick auf eine hinreißende Kakteenlandschaft, garniert von einem dramatischen Wolkenhimmel, waren es noch ca. 100 Kilometer bis Guerrero Negro. Hier stehen wir nun dicht an dicht hinter dem Hotel Malarrimo. Wir haben heute zusammen hier im Hotel gegessen und das dreigängige Menü hat wirklich sehr gut geschmeckt und war nett angerichtet. Ein Essen jenseits von Tacos und Enchilladas, auch wenn es einen kleinen Klecks mit Bohnen gab.