Östersund again

Heute Nacht hatte es schön geschneit und es versprach ein sonniger Tag zu werden. So beschlossen wir, heute noch einen Tag in Östersund zu bleiben. Die Stadt liegt am See Storsjön und der war natürlich dick zugefroren. Der Stadt gegenüber mit einer Brücke verbunden, liegt die Insel Frösön mit dem Gustavsbergsbacken, einem Hausberge zum Skilaufen. Davor, auf dem zugefrorenen See war heute allerhand los. Schlittschuhläufer in unterschiedlichen Profigraden, die, um längere Strecken zu absolvieren, mit langen Kufen fahren. Aber auch Freunde de klassischen weißen Schlittschuhe zum Eistanzen waren dabei und natürlich Väter und Söhne mit Eishockey-Schlittschuhen. Spaziergänger mit und ohne Hund und Kind. Schlittenschieber. Am Ufer qualmten drei Feuerstellen vor sich hin, an denen Würstchen gegrillt wurden. Und dann gab es noch einen Stand, an dem über dem offenen Feuer in Pfannen mit überlangen Stilen Pfannkuchen zubereitet wurden. Es mutete an wie eine moderne Ausgabe von Pieter Bruegels Winterlandschaften. 

Wir wollten aber auch die Stadt erkunden. Zuerst zog es uns in die 1924 gegründete Konditori Wedemar. Der Cappuccino war super, die Süßstückchen, die wir Kopenhagener nennen, auch. Die Einrichtung ist wahrscheinlich noch original von 1924 mit dunklem Holz und Kronleuchtern. Angeblich wurde hier auch Anfang der 1960 er Jahre die Smörgåstårta erfunden, eine Art Butterbrottorte. Der Konditor kam auf die Idee, zwischen mehrere Brotschichten Zutaten wie Lachs und Krabben, aber auch Wurst und Käse mit Gurken zu schichten. Angeblich gilt diese Butterbrottorte in ganz Schweden als Spezialität. 

Nachdem es nun nach 11.00 Uhr morgens war, hatten inzwischen auch die Geschäfte geöffnet. Auch das Café Hamngatan, eine Kombination von Einrichtungsladen und  charmanten Hippie-Kaffee, haben wir besucht. Dort hatten wir eine nette Unterhaltung mit einer Südafrikanerin, die der Liebe wegen seit einigen Jahren hier lebt. Aber sie meinte auch, dass sie nach Weihnachten erst einmal ein paar Wochen nach Südafrika muss, denn 6 Monate Schnee sei schon ganz schön hart für jemanden, der die Wärme gewohnt war. Das konnten wir gut nachvollziehen, denn inzwischen war ein scharfer Wind aufgezogen und trotz Sonnenschein wurde es auf einmal ganz schön kalt.

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