Blue Ridge Parkway

Augen auf, und? Strahlender Sonnenschein. Der richtige Tag, um heute mit dem Blue Ridge Parkway zu beginnen.
Zuvor aber mussten wir noch ein bisschen einkaufen. In Charlottesville hielten wir bei Wegmans, einem Feinkost-Supermarkt, wo wir leckeren Käse und Baguette, das diesen Namen auch verdient, gekauft haben. Besonders der Weichkäse „Holiday in Italy“ hatte es uns angetan und er schmeckt wirklich großartig. Auf dem Parkplatz hatten wir Gelegenheit, uns mit netten Feuerwehrmännern der Feuerwehr von Charlottesville zu unterhalten. Besonders das vorne und hinten gelenkte ewig lange Feuerwehrauto fanden wir beeindruckend.

Doch nun warteten die 469 Meilen des Blue Ridge Parkway, der sich von Aften/Waynesboro bis zu dem Cherokee Indian Reservation am Fuß der Great Smokey Montains immer auf dem Rücken der Apppalachen entlangzieht. Diese Panoramastraße wurde 1935 wurde als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme in der Weltwirtschaftskrise gebaut und war einzig für den Ausflugsverkehr gebaut worden. Es gibt auf der ganzen Strecke keine einzige Tankstelle und keine Werbeschilder. Es gibt Natur pur, großartige Aussichten, Wanderwege und immer wieder Plätze, wo man picknicken und im Sommer auch campen kann. Wälder wechseln sich mit Kuh-Weiden ab. Mal wirkt die Landschaft wild, mal sehr gepflegt. Wem das ewige auf und ab und das Kurvenfahren zu viel wird und und wer nach ein bisschen Zivilisation lechzt, der kann aber immer wieder vom Blue Ridge Parkway abfahren und kleinere Städte in Virginia und North Carolina besuchen.
Da es die ganze Zeit noch relativ warm war, hingen die Bäume auch noch voll mit buntem Laub. Zusammen mit dem Sonnenschein und dem knallblauen Himmel und wenig Verkehr, machte es richtig Laune, durch die Landschaft zu cruisen. Aus den entfernt liegenden Tälern tauchte gegen Nachmittag immer mehr Dunst auf, der die Berge in ein leicht blaues Licht hüllt. Daher rührt wohl auch der Name dieser Panorama-Straße.
Weit sind wir nicht gekommen, weil wir immer wieder bei Aussichtspunkten gehalten haben und so haben wir bei Milepost 61,5 (Lynchburg) die Straße verlassen und uns 3 Meilen entfernt einen Übernachtungsplatz gesucht.

Williamsburg und Monticello

Unser erstes Ziel heute war Williamsburg. Ein Dorf, das im 18. Jahrhundert lebt. Ehemals bis weit in das 18. Jahrhundert war Williamsburg als Hauptstadt von Virginia hinsichtlich des politischen und kulturellen Lebens so bedeutend wie Boston und New York. Danach fiel Williamsburg in einen Dornröschenschlaf und mit Beginn des 20. Jahrhunderts begann man mit dem Wiederaufbau von Colonial Williamsburg als Living-History-Museum, in dem das Leben im 18. Jahrhundert gezeigt wird. Es gibt Straßen natürlich ohne Autos, Kutschen, Geschäfte und Handwerksbetriebe, wie es sie vermutlich im 18. Jahrhundert gegeben hat. Alle Geschäfte, Kneipen, Restaurants und Handwerksbetriebe werden von Personen in Originalkostümen bespielt. Vor einigen Häusern sitzen Menschen und schwatzen, nähen oder sticken. Wenn man diese aus der Zeit Gefallenen anspricht, sollen sie auch so tun, als würden sie das Hier und Jetzt nicht kennen. Das ist natürlich schwierig und so hatten wir eine nette Unterhaltung mit einer jungen Frau, die uns erzählte, dass Colonial Williamsburg von einer Stiftung bespielt wird, die 4.000 Menschen Arbeit gibt, davon arbeiten 1.600 in Kostümen. Ihr Beruf ist sozusagen, eine Person des 18. Jahrhunderts zu sein und nach Feierabend fährt sie mit dem Auto zurück in ihre Wohnung außerhalb von Williamsburg und kann da alle Annehmlichkeiten des 21. Jahrhunderts genießen. Es werden immer noch Mitarbeiter gesucht. Falls also einige unserer Leser beruflich mal etwas anderes machen möchten, das 18. Jahrhundert wartet. Trotz des musealen Aspektes wirkt Williamsburg nicht tot, was wahrscheinlich daran liegt, dass viele Häuser, die kein Geschäft oder ähnliches beinhalten, ganz „normale“ Wohnhäuser von Bürgern aus Williamsburg sind. Einzige Auflage ist, dass man von außen nicht sehen kann, dass man Strom und damit elektrisches Licht hat.

Nun wartete aber unser zweites Tagesziel auf uns, nämlich Monticello in der Nähe von Charlottesville, auch Virginia. Auf unserem Weg fiel uns ein paar Mal ein Plakat auf, in dem ein Ed Gillespie davor warnte, seinen Kontrahenten Ralph Northam zu wählen, weil dieser ein „F“ von der National Rifle Association verliehen bekommen hat und damit ganz klar, gegen die bestehenden Waffengesetze sei. Wie schön ist es dann in der Zeitung zu lesen, dass bei den Gouverneurswahlen in Virginia der Demokrat und Kinderarzt Ralph Northam gewonnen hat. Diese Art von Plakat hat dann wohl doch genügend Demokraten zur Wahl getrieben. Gratulation.

Das Wetter wurde immer schlechter, aber wir hatten noch eine Mission: Monticello, der Wohnsitz des 3. Präsidenten der USA, Thomas Jefferson. Jefferson war vielseitig begabt und hat sein Haus als Architekt selbst geplant. Es liegt auf einem Hügel inmitten einer Landschaft, die Piedmont-Region genannt wird. Ein klassizistischer Bau, umgeben von einem schönen Park. Hier ist Jefferson auch begraben. Auf dem Weg vom Visitor-Center kommt man an einem beeindruckenden Gemüsegarten vorbei, denn Jefferson war auch begeisterter Gärtner, nur mit dem Weinanbau kam er angeblich nicht zurecht. Das Klima muss den Weinbau zulassen, denn wir entdeckten auf der Hinfahrt Hinweistafeln auf mehrere Wineries. Heute war Monticello leider in vorwiegend in Novembergrau getaucht, aber die Schönheit des Landsitzes war doch zu erahnen.

Jamestown Discovery Trail

Spätestens Weihnachten müssen wir in Miami sein. Daher fahren wir heute mal wieder ein Stück nach Süden. Unser Ziel war der Jamestown Discovery Trail, südöstlich von Washington, der zwischen Richmond und Williamsburg an mehreren Plantagen vorbeiführt. In Fredericksburg gab es ein Mittagessen beim schmierigen Löffel, der in diesem Fall Shoney´s hieß.
Da es kurz nach 17.00 Uhr dunkel wird, schafften wir nur ein Plantage, nämlich die Shirley Plantation. Diese wurde schon 1613 gegründet und ist schon seitdem im Familienbesitz. Das merkte man bei der Führung durch das Erdgeschoss charmanterweise daran, dass im Obergeschoss Kindergetrappel zu hören war. Die Plantagenbesitzer bewohnen das erste und zweite Geschoss, das Erdgeschoss ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Eine ältere Dame führte uns durch die Eingangshalle, einen Salon, ein Esszimmer und ein Schlafzimmer. Als Europäer ist man mit Schloßbesichtigungen groß geworden, da wirkt ein mit „historischen“ Möbeln eingerichtetes Herrenhaus schon ein wenig bemüht. Aber der Stolz, mit dem jedes noch so kleine Detail erzählt wird, der kommt wirklich von Herzen.
Es wurde vorwiegend auf die weiße Geschichte dieser Plantage eingegangen. Das ältere weiße Publikum fragte auch nicht nach der anderen, der Geschichte von Sklaverei und Zwangsarbeit. Dass diese Zeit schwerster Feldarbeit vorbei ist, sahen wir auf der Zuwegung zur Plantage. Hier waren gerade die letzten Baumwollfelder maschinell abgeerntet worden und die zu großen Rädern gepresste Baumwolle wurde gerade auf LKW´s verladen.
Ein letzter Blick zurück auf das Dach der Plantage, die mit einer Ananas verziert ist, das Zeichen für Gastfreundschaft und schon ging es weiter nach Williamsburg, wo wir heute übernachten.

Washington

Heute wollten wir Washington erkunden. Sehr ungewöhnlich für Amerikaner und für uns war, das wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Campground bis zum Nationalarchiv, welches unweit des weißen Hauses steht, fahren wollten.
Wir nahmen den Bus und die Metro und nach knapp einer Stunde waren wir da. Leider regnete es heute in Strömen, sodaß wir das weiße Haus nur aus der Ferne und in Regennebeln gesehen haben. Und auch der Sculpture Garden der National Gallery lud nicht so richtig zum Verweilen ein. Es war also richtiges Museumswetter.
Unser Ziel war das National Museum of African American History and Culture, welches erst 2016 noch von Obama eröffnet wurde. Es wird auf drei Stockwerken die Geschichte und das Selbstverständnis der schwarzen amerikanischen Bevölkerung thematisiert. Angefangen von dem unrühmlichen Sklavenhandel und die Befreiung davon, die in den Sezessionskriegen kulminierte. Die Zeit von Martin Luther King und dem Marsch auf Washington bis hin zum ersten schwarzen Präsidenten Obama wird ein weites Spektrum eingeräumt. Aber auch farbige Musiker, Sportler und Künstler werden ausführlich behandelt. Manchmal ist die Präsentation medial etwas überladen und man weiß garnicht wohin man zuerst sehen und hören soll. Die kleinen Filme, die auf großen Leinwänden laufen und die geschichtliche Zusammenhänge in kleinen Häppchen erläutern, sind großartig gemacht. Auch Kuriosem wird eine Bühne gegeben.
Nach so vielen Eindrücken braucht man etwas Erholung und die gab es in der Cafeteria, wo, ich weiß nicht wie ich es nennen soll, ethnische Kost aus unterschiedlichen Gegenden der USA angeboten wurde. Sehr lecker.
Auf dem Rückweg, übrigens wieder im strömenden Regen, kamen wir am neuen Trump-Hotel im alten Postgebäude vorbei. Einen Kaffee wollten wir dort auf keinen Fall trinken, also ging es zu Pauls und von dort mit den Öffis zurück. Was wir morgen machen, hängt vom Wetter ab.

Arlington

Heute war zunächst ein Schönheitstag angesagt. Wir hatten beide einen Termin beim Frisör vereinbart. Ein ungezwungenes Reiseleben ist schön, aber als deutsche Waldschrate wollten wir beide nun auch nicht auftreten. Dazu mussten wir mit unserem Wohnmobil mit dem morgendlichen Berufsverkehr 30 Kilometer auf mehrspurigen Autobahnen zu dem Einkaufszentrum fahren, in dem sich der Frisör befand. Um es vorwegzunehmen: wir sehen beide großartig aus. Interessant war das Personal, so richtig amerikanisch im besten Sinne: ein Frisörin stammte ursprünglich aus Bolivien, lebte aber schon 20 Jahre in den USA und nun mit ihrer ganzen Familie rund um Washington. Die zweite Frisörin stammte aus England und war nun zwei Jahre hier und fest entschlossen, hier zu bleiben. Die dritte Frau, noch in Ausbildung, stammte aus Korea und war seit 15 Jahren hier, auch mit der ganzen Familie. Tja, Herr Trump, ich denke diese reizenden und fleißigen Menschen nennt man Immigranten.

Nach einem kleinen Lunch in der Mall, wollten wir heute unbedingt noch Arlington, den Nationalfriedhof, besuchen. Es ist sehr würdevoll angelegt und man wird auf Schildern immer wieder darauf hingewiesen, sich leise und mit Respekt auf dem Gelände zu bewegen. Die langen Reihen mit den schlichten Grabsteinen kennt man bei uns ja aus Filmen und Nachrichten. War wir nicht wussten ist, dass dort nicht nur Gefallenen liegen, sondern Soldaten allgemein. So kann man den Grabsteinen die Namen und Lebensdaten entnehmen und oft liegt das Todesdatum weit hinter dem Ende des 1. und 2. Weltkrieges, des Koreakrieges, Vietnam oder der Golfkriege. Man erwirbt offenbar das Recht dort begraben zu werden, wenn man ehrenvoll an einem Krieg teilgenommen hat. Manche haben auch an mehreren Kriegen teilgenommen. Auch Familienangehörige dürfen dort mit beerdigt werden. Unsere zweite Erkenntnis war die, dass „normale“ Soldaten kleine Steine haben und eher am Fuß des weitläufigen Friedhofhügels begraben liegen. Das militärische Führungspersonal bekommt größere Steine und liegt mit besserer Sicht. Aber die besten Plätze haben Politiker wie Abgeordnete, Governors und Senatoren.
Und gewundert haben wir uns über das Kennedy-Grab, das an prominenter Stelle liegt. Hier werfen die Leute Münzen auf die Grabplatten. Ob Jacky das gutheißen würde. Ich glaube nicht.

Müde vom vielen Laufen haben wir uns auf den Heimweg gemacht. Das hieß eine Stunde im Stau stehen. Spaß macht das eher nicht.

Ein Sonntag im November

Zuerst einmal möchten wir Rieke alles alles Gute zum Geburtstag wünschen. Viel Gesundheit, viel Erfolg im Studium und alles sonst, was Du Dir so wünscht.
Wir sind nach einer regnerischen Nacht von Gettysburg nach Washington gefahren. Den Campground Artillery Ridge in Gettysburg haben wir noch am Samstag Abend fluchtartig verlassen. Dort war das große Halloween-Wochenende angesagt. Wir haben auf unserer Reise schon viele schöne, lustige und schaurig-schöne Dekorationen gesehen. Wahrscheinlich überall dort, wo auch Kinder im Haus wohnen. Aber dem entgegengesetzt haben gab es auch die ein oder andere geschmackliche Entgleisung zu betrachten, von Gehängten im Apfelbaum bis zu völlig mit Halloween-Artikeln vermüllten Vorgärten. Aber die Dekoration unserer Camper-Nachbarn in Gettysburg war dann doch nicht mehr zu toppen: sie trugen aus ihrem Anhänger einen echten schwarzen Holzsarg, um der schon übervollen Inszenierung rund um ihren Trailer die Krone aufzusetzen. Das war für uns ein Zeichen, uns vom Acker zu machen.

Am frühen Nachmittag waren wir in Washington. Es regnete leise, war grau, eben echtes Novemberwetter. Da wir in den letzten Tagen so viel gefahren sind, hatten wir auch keine rechte Lust, mit der Metro in die Stadt zu fahren. So haben wir den Sonntag Nachmittag mit einem Schläfchen, Lesen und ein bisschen Hausarbeit verbracht. Aber morgen, da geht es wieder los.

Gettysburg

Unser nächstes Ziel heute war Gettysburg. Die Schlacht bei Gettysburg zwischen den Konförderierten unter General Lee und der Potomac Armee der Nordstaatler fand vom 1.-3. Juli 1863 auf den Feldern von Gettysburg statt. Es war eine der blutigsten Schlachten auf dem Boden der Vereinigten Staaten. Über 27.000 Soldaten wurden verwundet, über 5.700 starben. Die Konföderierten verloren am dritten Tag, die Reste der Konföderierten zogen nach Virginia zurück. Grund für die Sezessionskriege, deren Schlachten auch an anderen Orten geschlagen wurden, war die Abschaffung der Sklaverei in den Südstaaten. Denn für eine amerikanische Union unter Präsident Lincoln war die Sklaverei humanitär nicht akzeptabel, für die Südstaatler aber Teil ihrer Wirtschaft.
Mit diesem geschichtlichen Wissen begegneten wir einem national Monument, wie es nur Amerikaner zelebrieren können. Rund um ein nach vier Seiten offenen Gebäude sind die wichtigen Politiker und Feldherren abgebildet. Außerdem die Namen aller Soldaten der einzelnen Regimenter mit Markierungen für diejenigen, die bei der Schlacht bei Gettysburg gefallen sind. Die einzelnen Aspekte der Schlacht sind auf Tafeln erklärt, aber die Heldenverehrung steht hier mehr im Vordergrund, als eine kritische Betrachtung. Auf dem großzügigen Gelände stehen außerdem für jedes Regiment ein Denkmal, gerne auch als Reiterstandbild. Dekoriert von einzelnen Kanonen, die allesamt auf das Schlachtfeld ausgerichtet sind, das uns heute bei einer schönen Herbstsonne und buntem Laubwerk eher nett als grausam vorkam. Es gibt außerdem noch einen Heldenfriedhof. Und natürlich kann man alle „Sehenswürdigkeiten“ bequem mit dem Auto abfahren. Aber es gibt auch schöne Spazierwege, die durch die ansprechend gestaltete Parklandschaft führen. Und wir waren nicht allein. Trotz „off-Season“ war Gettysburg gut besucht. Die Stadt selbst ist sehr hübsch. Die Hauptstraße umsäumt von netten Holzhäusern mit Cafés, Andenkenläden, Bierkneipen, Hamburgerstuben und ähnlichem Touristenschnickschnack.

Hersheys

Heute morgen sind wir früh in East Stroudsburg aufgebrochen. Unser erstes Ziel war Hersheys in Hershey. Dieser Besuch ist meiner Schwiegermutter Renate gewidmet. Sie erzählte mir einige Male aus ihrer Kindheit und wie es war, als die Amerikaner nach dem Krieg Care Pakete verteilten. Zu ihrer großen Freude enthielten diese Hersheys Schokolade. Uns fällt hier beim Einkaufen im Supermarkt auf, dass es alles mögliche in einer großen Vielfalt gibt, bis auf Schokolade. Was es aber immer gibt, ist Hersheys. Also gab es genug Gründe, der Stadt Hershey und ihrer berühmten Schokoladenfabrik einen Besuch abzustatten. Was wir gesehen haben, Schokoladenfabrik zu nennen, trifft es nicht so richtig. Es gibt ein Hershey Stadion, einen Hershey Vergnügungspark mit Achterbahnen und Fahrgeschäften und es gibt die Hershey-Schau-Fabrik, wo man sehen kann, wie Schokolade gemacht wird und wo man vor allem Schokolade kaufen kann. Da wir uns zwischen Halloween und Weihnachten befinden, gab es einerseits Sales auf Halloween Schokolade, andererseits wurde man mit Weihnachtsmusik beschallt und die ersten Weihnachtsangebote gab es auch schon. Wer keine Schokolade mag, kann T-Shirts, Mützen, Spielzeug, Weihnachtsanhänger, Handtücher, Dosen, was auch immer kaufen. Oder gleich vor Ort eine kalte oder warme Schokolade zum Schokoladentörtchen trinken. Das Hershey-Imperium erstreckt sich über ein riesiges Areal mit unterschiedlichen Gebäuden, großzügigen Parkplätzen, historisch anmutenden grünen Bussen und auffälligen Dekorationen.
Und jetzt bitte ein Salamibrot.

Delaware Water Gap

Heute haben wir kein Foto für Euch. Ja, das stimmt fast. Wir rollten bei 20 Grad Celsius vom Campground Aces High in West Lime. Der Platz war super angelegt, wir hatten ein nettes Plätzchen, nein einen ausgewachsenen Platz an einem Bach. In manchen Ecken Deutschlands wäre der Platz auch als kleiner Bauplatz durchgegangen. In den USA stehen wir gerne auf Campgrounds, denn es ist Jagdsaison und man sieht überall dort, wo ein netter Ort zum Übernachten wäre, auch Jäger. Das ist uns auch angesichts der hiesigen Waffenpolitik ein bisschen heikel.
Wir hatten beschlossen, auf unserem Weg nach Washington, New York großzügig zu umfahren. Also fuhren wir auf der 9 bis Middletown. Dort gab es ein Pause und einen Besuch bei Home Depot, dem Bauhaus der USA. Wir brauchten einen Adapter, um Wasser zu bunkern und bei der Gelegenheit konnten wir uns noch mit im Preis reduzierten Halloween-Artikeln eindecken. Genauso, wie bei Bauhaus, ist Home Depot ein eigener Cosmos, den wir dann aber doch nicht fotografiert haben.
Craig und Tresa hatten uns empfohlen, die Route (vorwiegend die 84) über den Delaware Water Gap zu wählen, ein Erholungsgebiet am Delaware River. Man fährt durch bunten Mischwald, es gibt ein paar sehr nette Häuser und jede Menge Wanderwege. Und man sieht jede Menge Jäger. Man kann hier bestimmt ein paar schöne Tage auf dem Land verbringen, aber unser Ziel morgen ist Gettysburg.