in Gros Morne

Nachdem wir in St. John’s sehr gut gegessen hatten, wurden wir heute in Deer Lake auf den Boden der kulinarischen Tatsachen zurückgeholt. In einem Family Restaurant, das zu einem Hotel gehörte, gab es Huhn. Eine Portion vergleichsweise gut. Die andere innen gefroren, außen heiß. Nach Reklamation innen kühl und außen heiß. Da mussten wir leider auf das Dessert, deep fried Mars verzichten. Dieses Experiment leisten wir ein anderes Mal.

Heute Abend sind wir in Rocky Harbour, an der Küste des Gros Morne Nationalparks angelangt. Die Fahrt vom Eingang des Nationalparks ist unter normalen Umständen sicherlich großartig. Es gab viele Lookouts und die Straße schlängelt sich durch Berge und bunte Wälder. Dann wieder gibt es Aussichten auf Seen und aufs Meer. Bestimmt großartig. Aber wir hatten Nebel und Regen. Wie Sie sehen, sehen Sie nichts. In Rocky Harbour gab es einen Spaziergang entlang der Mole. Hohe Wellen und Wind. Also das Wetter ist hier schon besonders und besonders wild.

Allen unseren Lesern wünschen wir einen schönen Sonntag.

nach Gros Morne

Heute hat Uli Geburtstag. Wir haben zwar schon telefoniert, aber hier noch einmal die besten Geburtstagsgrüße aus Quidi Vidi Village. Im Hafen von Quidi Vidi Village haben wir nach dem leckeren Essen gestern im Mallard Cottage, dem angeblich ältestem Gebäude Nordamerikas, super geschlafen. Noch einmal beste Grüße an die jungen Köche.

Unser nächstes großes Ziel ist der Gros Morne Nationalpark. Dafür müssen wir den T.C.H #1 wieder Richtung Westen fahren.
Vor dem Terra Nova Nationalpark haben wir im Tee Café des dortigen Golfclubs nett zu Mittag gegessen. Es gab Gerichte mit Turkey. In der Woche nach Thanksgiving gibt es überall auffallend viele Gerichte mit Turkey. Warum nur?

Bei Joey´s Lookout hat man einen schönen Ausblick auf den Fluß Gambo. Dort trafen wir einen Deutschen auf seinem Fahrrad auf dem Weg von Norden Labradors nach St. John’s. Bei Wind und 10 Grad Celsius. Respekt.
Wenn man so über Land fährt, fallen einige Ortsbeschreibungen doch ins Auge. Besonders gut haben uns gefallen: Herring Neck, Come by Chance und der Bach Mint Brook.
Heute Nacht sind wir wieder in Gander (der Ort der Fliegerei) und müssen ein bisschen Wäsche machen. Gehört auch dazu.

Quidi Vidi Village

St. John’s wartet heute auf uns. Wir parkten selbstverständlich an der Water Street. Einer jener drei Straßen downtown, wo sich Pubs, kleine Geschäfte, Kaffeeläden und Restaurants aneinanderreihen. „Die“ Amüsiermeile von ganz Newfoundland. Alle wirken mehr oder wenig alt und gemütlich, auf alle Fälle sind sie bunt bemalt. In loser Nachbarschaft stehen rote, gelbe, blaue, graue und grüne Häuser. Offensichtlich ein Markenzeichen von St. John’s, denn es gibt in en Souvenirshops viele Dinge, die die Idee der farbigen Häuser aufgreifen. In einem Outdoor-Laden wurden wir dann auch für Martin fündig: Eine wollene, rotschwarz karierte Outdoorjacke.

Weiter ging es dann zum Signal Hill, von wo aus man eine wunderbare Aussicht auf die Stadt und den Hafen hat. Der Hafeneingang wird von zwei Bergen begrenzt und hat nur eine Zufahrt, sodass man sich gut vorstellen kann, dass Engländer diesen Platz als leicht zu verteidigenden Hafen gewählt haben. Auf der Spitze des Signal Hill steht der Cabot Tower, von dem aus Guglielmo Marconi die erste drahtlose übermittelte Nachricht aus England empfing. Hier fing sie also an, die Zeit der Telekommunikation.

Da noch früher Nachmittag war, entschieden wir uns, zum Cape Spear National Park zu fahren, der 17 Kilometer südlich von St. John’s liegt. Der dortige Leuchtturm markiert den östlichsten Punkt des kontinentalen Nordamerikas. Wir waren dort. Heute war ein schöner sonniger Tag, mit Wind und ein paar Schauern. Und selbst heute konnte man sich einen Eindruck verschaffen, wie stark die Wellen an die steilen Klippen rollen. Die Gischt spritzt hoch auf und im Nebel von kleinen Wassertropen bricht sich das Sonnenlicht zu kleinen Regenbogen. An vielen Tagen ist Cape Spear nebelumhüllt. Wir glauben es gerne.

Was soll es zum Abendessen geben? Wir beschlossen, dass die Küche heute kalt bleiben sollte. Also sind wir nach Quidi Vidi Village gefahren. Dort stehen wir in einem kleinen Hafen, der einem Kinderbuch entsprungen sein könnte. Und wir waren essen, nein genießen im Maillard Cottage, 9 Barrows Road. Als Vorspeise gab es frittierte Blätter vom Rosenkohl mit Parmesankäse und Roast Carrots mit Thymian, Honig und gehobelten Mandeln. Als Hauptgericht einmal Schweinebraten, der schon zerfiel und auf einem Gemüsebett und kleinen Kartoffeln serviert wurde und Bonesless Pork Loin, auch auf einem Gemüsebett mit Kartofffelbrei. OBERLECKER. Dazu das gute Quidi Vidi Bier aus der benachbarten Brauerei. Und natürlich noch eine kleine Dessertauswahl. Der Service war aufmerksam und freundlich, die jungen Männer in der Küche überzeugten sowieso.

Pouch Cove

Übernachtet haben wir in Gander. Wer kennt es nicht aus den frühen Zeiten der Transatlanik-Flüge? Als man noch mit Propellermaschinen,umsorgt von netten Stewardessen und gut angezogen von Frankfurt nach New York flog. Da war Gander der erste Punkt auf dem amerikanischen Kontinent, wo die Maschinen aufgetankt wurden. Zuvor war Gander ein Militärflughafen, von wo im zweiten Weltkrieg amerikanische und kanadische Bomber über den Atlantik setzen. Auch heute ist Gander wieder ein von der kanadischen Luftwaffe genutzter Flughafen. Und so wirkt es auch ein bisschen, wie eine Garnisonsstadt.
Aber wir hielten uns hier nicht länger auf, den unser Ziel war heute St. John’s. Also ging es den T.C.H #1 weiter nach Osten. Wir durchquerten den Terra Nova Nationalpark, wo wir kurz Rast machten und ein Wal-Skelett bestaunten. In St. John’s war unser Ziel eigentlich der Pippy Park, ein großes Erholungsgelände, der auch einen Campground umfasst. Aber leider, leider, war er trotz eines Superwetters schon geschlossen. Der erste Montag nach Thanksgiving ist Feierabend. Da kann das Wetter und die Nachfrage sein wie sie will. Der stadteigene Platz kann da nicht umdisponieren. Nun ja.
Also sind wir weiter nach Pouch Cove. Auch das muss man gesehen haben. Ein Riesenplatz in die Wildnis, respektive den Wald geschoben. Bewohnt von Wochenend-Dauercampern, die sich Schuppen, Terrassen und Zäune um ihre Trailer gebaut haben. Und niemand da. Keine Infrastruktur, keine Waschhäuser, keine Möglichkeit, Wäsche zu waschen. Nix. Dafür aber teuer. Die Rezeptionistin mit einer Vorliebe für bunte Haare und frechem Haarschnitt war ausgesprochen unfreundlich, was wir hier in Neufundland sonst noch nirgendwo erlebt haben. Bisher sind wir immer sehr entspannten und netten Menschen begegnet. Selbst der Hausbesitzer in dessen Einfahrt wir fälschlicherweise gefahren sind, kam sofort aus seinem Haus geeilt und fragte, ob er uns helfen könne. Daraus entspann sich dann ein netter Plausch.
Also, wer nach Pouch Cove kommen sollte, der dortige Campground ist absolut keine Empfehlung.

Fogo für Alle

Heute hat Ludwig Geburtstag. Viele Grüße und alles Gute und viel Gesundheit wünschen wir Dir aus Neufundland. Wir hoffen, dass das Wetter in Ludwigshafen heute genauso schön war wie hier.

Blauer Himmel, kein Wölkchen, Sonnenschein und 21 Grad Celsius. Das ist wohl kaum zu übertreffen. Da wir die Fähre um 14.00 Uhr nehmen wollten, hatten wir noch ein wenig Zeit über die Insel zu fahren. Diese ist mit 25x 14 km nicht besonders groß und doch gibt es jede Menge zu sehen.
Eine Caribou-Herde begegnete uns am Wegesrand. Oder die Holzstöße, die es alle paar Kilometer an der Straße zu sehen gibt. Jeder auf Fogo-Island lagert an „seinem“ Platz Holz zum Trocknen, das an gleicher Stelle auch gesägt und gespalten wird. Und niemand auf Fogo-Island stiehlt das Holz vom Nachbarn. Was wahrscheinlich auch schwierig wäre, da die soziale Kontrolle bei so wenig Leuten auf der Insel bestimmt groß ist.

Da auf der Insel im Winter viel Schnee liegt und nicht viel zu tun ist, werden viele Handarbeiten gemacht oder man geht mangels Gasthäusern, wie man es bei uns kennt, am Sonntag in die Kirche. Und davon gibt es einige. Die Katholiken, die Anglikaner, die Presbyterianer und die Salvation Army (Heilsarmee) unterhalten einige Gotteshäuser auf der Insel. Und auch nach dem Leben liegt man getrennt. Auf kleinen, meist umzäunten Friedhöfen liegt man wieder unter Seinesgleichen. Und wenn man im Jenseits nicht allzu oft Besuch haben möchte, empfehlen wir Graveyard-Island. Eine winzige Insel vor Deep Harbour. Von Lebenden wird man dort höchst selten gestört.

Nun wurde es langsam Zeit, sich für die Fähre anzustellen. Wer zuerst kommt, fährt zuerst. Nach 64 Autos ist Schluss und man muss auf die nächste Fähre warten. Hunger hatten wir auch und da kam uns der ein wenig gammelig aussehende Foodtruck an der Fähre gerade recht. Der Kaffee war okay, das Sandwich super.
Das Meerwasser rund um die Insel hat uns in seiner Klarheit sehr beeindruckt. Man kann überall auf den Grund sehen. Einen Hummer haben wir aber leider nicht entdecken können, obwohl die vielen Hummerfallen darauf schließen lassen, dass es ihn hier gibt.
So und dann galt es Abschied zu nehmen von den beiden „Coconut-Retrievern“ unserer sehr netten Campground-Nachbarin aus Grand-Falls. Wo geht das besser als in Farewell, dem Ankunftsort der Fähre auf dem Festland.

Fogo Island Inn

Vielleicht nicht mystisch, aber sehr besonders und sehr schön ist Fogo. Nach einer ruhigen Nacht in Fogo verabschiedeten wir uns von unserem Nachbarn. Dabei lernten wir noch ein schönes Wort: rubberneck. Das sind Leute, die eine Runde um den Strand fahren, dabei den Kopf verdrehen, unser schönes Auto aus Hamburg anschauen und dann weiter fahren. Bei uns nennt man das OKF=Ortskontrollfahrt. Eine schöne Beschäftigung für den Sonntagnachmittag oder den Thanksgiving-Feiertag, den wir heute haben.

Dann machten wir uns auf den Weg nach Joe Batt´s Arm. Ziel ist das Fogo Island Inn, ein außergewöhnliches Hotel, das wie ein Schiff auf Stelzen inmitten einer großartigen Landschaft steht. Dort schauten wir uns die „Art Gallery“ an, tranken eine Cappuccino in der ansprechend dekorierten und gemütlichen Lobby, die wunderbare Ausblicke auf die umliegende Landschaft und die Küste bietet, nutzten das WLAN und zogen weiter. Zu dem Hotel gehören noch vier kleine Häuser, die ebenfalls durch ihre außergewöhnliche Architektur auffallen und die versteckt auf der Insel stehen. Diese werden von Künstlern genutzt und man kann sich gut vorstellen, wie Licht, Wellen, Wasser und Landschaft den einen oder anderen Künstler beflügeln. Wer noch mehr wissen möchte: www.fogoislandinn.ca. Das Hotel wird von der Shorefast-Stiftung unterhalten. Die Gewinne des Hotels gehen an Projekte der umliegenden Fischerdörfer, denen es nach dem Verbot des Kabeljaufanges ziemlich schlecht ging, die aber nun dank neu ersonnener Fangmethoden und eines aufstrebenden Tourismus wieder prosperieren.

Ein Besuch bei der Kooperative von mehr als 70 Handwerker- und Handwerkerinnen, haben wir uns unter selbst gestrickten Schals, Mützen, Socken und Handschuhen für ein Paar Handschuhe entschieden, die nordpoltauglich sind.

Twillingate

Heute morgen regnete es leider ziemlich stark. Trotzdem machten wir uns wie geplant auf den Weg nach Twillingate. Der Weg dorthin führt über einige Inseln, die mit Brücken verbunden sind. Außerdem sieht man links und rechts viele kleine unbewohnte Inseln und Inselchen. Die Heidelandschaft dazwischen ist sehr bunt und auch die Flechten auf den Granitblöcken scheinen in allen Farben. Sehr pittoresk und bestimmt noch einmal doppelt so schön bei Sonnenschein. In Twillingate sind wir sofort zum Leuchtturm gefahren. Dort oben war natürlich nichts los und bei bestem Sonnenschein und im Juni hat man dort eine GIGANTISCHE Aussicht auf vorbeitreibende Eisberge und Eisschollen. Schließlich befinden wir uns hier an der Iceberg Alley. Wer also dieses Schauspiel von März bis Juni sehen möchte: www.icebergfinder.com. Und später im Jahr sieht man vielleicht auch noch Wale vorbei schwimmen, aber wir haben schon mehrmals gehört, dass die Wale nicht mehr so häufig hier sind, weil sie ihrer Nahrung folgen, und die ist augenscheinlich zur Zeit nicht in ausreichendem Maße vor Neufundland vorhanden. So blieb uns ein superschöner Ausblick von hohen Klippen über das Meer und den Leuchtturm.

Weiter nach Burell blieben wir vor einem dekorierten roten Schuppen stehen, der am Ende eines Steges stand. Wir machten ein Foto und schon kam Melvin Horwood. Er erklärte uns, dass sich in dem Schuppen sein privates Museum befinde. Ob wir es sehen wollten? Ja, gerne, was soll schon in einem 10 qm großen Schuppen sein? Die ganze Welt im Kleinen, so kann man es zusammenfassen. Melvin sammelt Kugelschreiber, Sticker und Aufnäher aus der ganzen Welt. Alle Leute, die hier vorbeikommen, haben Melvin eines dieser Dinge geschenkt. Melvin, inzwischen Rentner, war früher Fischer und auf dem Steg trocknete er Fisch. Nun ist er Leiter seines eigenen kleinen Museums in einem weltumspannenden Universum. Falls jemand Melvin einen Kugelschreiber oder Sticker schicken möchte, ich habe seine Postadresse.

Auf dem Weg zurück zur Fähre nach Fogo Island hielten wir beim Orchideen Café. Eine junge Frau, deren Großmutter aus Braunschweig stammt, führt das Café seit vier Monaten. Die Kuchen und Kekse sind selbst gebacken und sehr lecker. Internet, Unterhaltung und Kaffee gab es auch, alles gut.
Wir kamen gerade richtig für die Fähre nach Fogo Island. 45 Minuten später waren wir dort und fuhren direkt nach Fogo weiter. Hier stehen wir nun am Strand des Brimstone Head. Den haben wir erwandert und eine schöne Aussicht auf die Bucht und unser WoMo genossen. Außerdem haben wir einen Schnack mit Dwight und seine Frau Kathi gehalten, die finden, dass Fogo mystisch ist. Das werden wir morgen rausfinden.

PS: Dwight ist sehenswert – im Blog unter Krakterköpf

Lewisporte

Heute gilt es mal ein bisschen Strecke zu machen. Aber schon in Deer Lake machten wir einen Halt und besuchten das Newfoundland Insektarium. Es gab dort Schmetterlinge zu sehen, die von Schmetterlingsfarmen in Südostasien, Süd- und Zentralamerika und aus Afrika stammen. Die Larven werden von dort geliefert und schlüpfen auf der Schmetterlingsfarm hier. Dann leben sie in einem tropisch warmen Schmetterlingshaus. Außerdem gab es eine Sektion mit Spinnen, Käfern, Bienen, Heuschrecken und Fliegen, die in Terrarien gehalten wurden. An den Wänden waren Hunderte Insekten aufgespießt und katalogisiert. Es wirkte gut und professionell geführt.

Vor dem Insektarium haben wir eine Familie aus Österreich getroffen, die mit ihren beiden kleinen Kindern ein halbes Jahr im eigenen Wohnmobil durch Kanada getourt sind und nun zum Ende des Oktobers wieder nach Österreich fliegen. Zwei Huskys waren auch dabei. Sie wirkten ziemlich tiefenentspannt und Outdoor erfahren.

Nun mussten wir aber wirklich ein paar Kilometer machen. Unsere Idee, in Bishop´ Falls zu übernachten verwarfen wir, der Ort hat außer einem Tims (was immer zu begrüßen ist) und drei (!!!) Handwerkermärkten eigentlich nichts zu bieten.

Weiter ging es nach Twillingate. Ein ruhiger, leider bereits geschlossener Campground am See wurde ausgewählt. So ruhig, wie gedacht, war es dann doch nicht. Ab 21.00 Uhr kam die Dorfjugend angerollt, um bei lauter Musik und mit steigendem Alkoholpegel immer lauteren Stimmen zu feiern. Irgendwann wurde es uns zu bunt und wir fuhren im Schlafanzug weiter in die Sportmarina und gut war´s.

Trans Canada Highway TCH #1

Direkt von der Fähre sind wir gestern auf den Parkplatz des Visitor Centers gefahren und haben dort übernachtet. Heute morgen ging der Blick aus dem Bett direkt über Channel-Port-aux-Basques. Unser erster Gang führte uns zu Tim Horton, dem Hort der Gastlichkeit und des Internets.
Danach, frisch gestärkt ging es auf den TCH #1 (Trans Canada Highway) Richtung Corner Brook. Man fährt abwechselnd durch eine bunte Heidelandschaft, dann hügelauf und hügelab durch bunte Mischwälder (Indian Summer!!!), dann wieder durch Grasland und Nadelwälder. Ab und an schlängelt sich der Highway an der Küste entlang, dann gibt es superschöne Aussichten. Dann und wann sieht man Häuser oder kleine Siedlungen. Zwei Tankstellen und jede Menge kleine Baustellen. Da nicht viele Autos unterwegs sind, hat das ganze zenmäßige Züge.
Corner Brooks ist wie schon erwähnt, die mit 26.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt Neufundlands. Und sie ist nicht sehr besonders. Am Hafen gibt es ein riesiges Holzlager für die ansässige Papierfabrik. Diese wiederum riecht man in der ganzen Stadt. Kreuzfahrtschiffe legen hier wohl auch an, um die Gäste dann zum Gros Morne Nationalpark zu fahren. Viel Geld bleibt also nicht in der Stadt, was man auch an den Läden und den Leuten auch teilweise ansieht.
Also weiter ins Skiresort nach Steady Brook. Es gibt hier drei Skilifte, ein gut sortiertes Sportgeschäft, einen Hochseilgarten, einen Laden für Alkohol, eine Tankstelle und eine Ferienhaussiedlung. Schnee gibt es normalerweise ab Ende Dezember bis Ende April. Richtig gut sei das Skifahren im Januar und Februar. Das werden wir also auf unserem Trip nicht mitmachen können.

Auf der Fähre nach Neufundland

Die Fähre nach Neufundland wartet. Um 10.00 Uhr sollte die Beladung der Fähre beginnen. Da nun schon starke Nebensaison ist, waren nur drei Wohnmobile an Bord. Dafür aber einige schöne Trucks, die alles auf die Insel bringen, was die ca. 485.000 Einwohner (Newfies) brauchen. Von denen wohnen übrigens 106.000 in St. John’s, bzw. 197.000 im Großraum von St. John’s. Die zweitgrößte Stadt ist Corner Brooks mit 26.000 Einwohnern.
Wir hatten trotz Tagfähre eine Kabine gebucht, denn 8 Stunden, die man sich auf dem Schiff vertreiben muss, können ganz schön lang werden. Wir bekamen eine nette, in Fahrtrichtung gelegene Außenkabine, mit zwei Betten, einem Bad und einem Fernseher. Das ganze auf gefühlten 5 Quadratmetern.
Das Wetter wurde aber immer besser, sodass man auf dem Achterdeck, dem Wind abgewandt, sehr schön in der Sonne sitzen konnte. Nur der Wellengang wurde Richtung Port-aux-Basques immer stärker. Das Schiff rollte ein wenig. Würg.