Was für eine Nacht. Wir standen in Freeport und der Host kündigte Regen und starken Wind an. Aha. Nach Meat Cove auf Cape Breton Island dachten wir zu wissen, was starker Wind und nach Edmundston, was starker Regen ist. Aber nein, das war noch zu steigern. Heute Nacht gab es starken Wind und Starkregen. Der arme weiße Elefant wurde durchgeschüttelt wie nichts gutes und als dann noch dicke Äste auf unsere Solaranlage auf dem Dach niedergingen, mussten wir uns mitten in der Nacht neben den Basketballplatz stellen, da es dort keine Bäume mehr gab. Dafür wurden wir nun noch stärker durchgeschüttelt. Man hörte die Böen regelrecht heranbrausen. Kein schönes Gefühl im WoMo.
Heute morgen hatte der Regen aufgehört, aber es war noch recht windig. Es gab auf dem Platz keinen Strom und überall lagen Äste. In Freeport war der Gau für viele Geschäfte eingetreten. Kunden vor der Tür, aber innen kein Strom, um die Kaufwilligen auch abzukassieren. Neben den Straßen sah man überall entwurzelte und umgestürzte Bäume. Gartenpfleger hatten heute viel zu tun. Die Gärtner von L.L. Bean, dem größten Händler in Freeport, waren schon unterwegs, um die Außenanlagen für die Kunden wieder hübsch und adrett zu machen.
Unser nächster Stopp war der Telekomladen in Portland. Wir haben nun eine Prepaid Telefonnummer mit der Vorwahl von Boston und können, wenn das Internet nicht funktioniert unsere Beiträge überall hochladen. Und natürlich auch nach Europa telefonieren, ohne dass wir unser Haus in Hamburg versetzen müssen. Und dann waren die beiden Verkäufer bei der amerikanischen Telekom nett, zuvorkommend und wussten, was sie verkaufen. Auf ihren Chef hier, den etwas exzentrischen, aber überaus erfolgreichen John Legere ließen sie nichts kommen. Hier kann die deutsche Telekom noch lernen, was Begeisterung für das Produkt ist.
Unser Ziel heute hieß Middleboro südlich von Boston. Wir querten Boston am Nachmittag und der Verkehr war kaum auszuhalten. Die Skyline ist beeindruckend, aber mit dem WoMo bestimmt nicht die reine Freude. Jetzt haben wir unsere Pläne geändert und werden morgen Cape Cod genießen, das Sylt der Amerikaner. Falls uns dann immer noch nach Boston ist, steht es bestimmt im Blog.